Toxische Beziehungen: Erkennen, bewältigen und sich selbst schützen

Toxische Beziehungen
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Laut einer Statistik aus dem Jahr 2021, die von Parship beauftragt wurde, befanden sich 36 % bereits in einer toxischen Beziehung.

Toxische oder auch giftige Beziehungen können für alle Beteiligten äußerst schädlich sein. Sie sind geprägt von negativen Verhaltensmustern, emotionaler Manipulation und einem Ungleichgewicht in der Machtverteilung. In diesem Blog werden wir uns eingehend mit toxischen Beziehungen befassen – wie man sie erkennt, mit ihnen umgeht und schließlich Schritte unternimmt, um sich selbst zu schützen und zu heilen.

Erkennen von toxischen Beziehungen

Der erste Schritt besteht darin, toxische Beziehungsmerkmale zu erkennen. Dies könnten sein: ständige Kritik, übermäßige Kontrolle, Manipulation, mangelnde Kommunikation, ständige Unstimmigkeiten, Übernahme von Entscheidungen und ein generelles Ungleichgewicht von Geben und Nehmen. Man kann also auch von psychischer Gewalt sprechen, die sich auch in physische Gewalt entwickeln kann.

Laut der Statistik von Parship (2021) sind die häufigsten Merkmale einer toxischen Beziehung energieraubend (86%), Manipulation durch den Partner, das Verdrehen von Wahrheiten und eine beleidigende oder herabwürdige Behandlung.

Wenn du aktuell in einer Beziehung bist und das Gefühl hast, dass deine Beziehung dich mehr verletzt als stärkt und viel Energie raubt, ist es wichtig, die Situation genauer zu betrachten.

Warum verhält sich Partner toxisch?

Toxisches Verhalten in einer Beziehung kann auf verschiedene individuelle, emotionale und psychologische Faktoren zurückzuführen sein. Hier sind einige mögliche Gründe:

  1. Ungesunde Bewältigungsmechanismen: Ein Partner kann toxisches Verhalten als Bewältigungsmechanismus einsetzen, um mit eigenen Ängsten, Unsicherheiten oder emotionalen Schmerzen umzugehen. Anstatt diese Gefühle gesund zu verarbeiten, geben sie sie auf unangemessene Weise an ihren Partner weiter.
  2. Kindheitstraumata: Erfahrungen aus der Kindheit, wie Vernachlässigung, Missbrauch oder instabile Beziehungen, können das Verhalten eines Menschen im Erwachsenenalter stark beeinflussen. Traumatische Erfahrungen können zu toxischen Verhaltensmustern führen, die schwer zu überwinden sind.
  3. Niedriges Selbstwertgefühl: Menschen mit einem niedrigen Selbstwertgefühl können versuchen, ihre eigenen Unsicherheiten zu kompensieren, indem sie ihre Macht über ihren Partner ausüben oder ihn kontrollieren. Dieses Verhalten kann zu toxischen Mustern führen.
  4. Fehlende emotionale Intelligenz: Ein Mangel an emotionaler Intelligenz kann dazu führen, dass eine Person Schwierigkeiten hat, ihre eigenen Emotionen zu verstehen und angemessen damit umzugehen.
  5. Kommunikationsprobleme: Eine mangelnde Fähigkeit zur offenen und gesunden Kommunikation kann dazu führen, dass ein Partner sich auf toxische Weise ausdrückt. Konflikte können eskalieren, wenn die Partner nicht in der Lage sind, ihre Bedenken auf respektvolle Weise auszudrücken.
  6. Kontrollbedürfnis: Ein Partner mit einem starken Kontrollbedürfnis kann versuchen, die Beziehung und den anderen Partner zu dominieren. Die eigenen Bedürfnisse und Gefühle werden als vorrangig gesehen. Teilweise genießen er auch die Macht, die er über sein Gegenüber ausübt.
  7. Manipulation: Manipulative Menschen können toxische Taktiken einsetzen, um ihre eigenen Bedürfnisse und Ziele zu erreichen. Dies kann von subtilen emotionalen Manipulationen bis hin zu offensichtlichem Missbrauch reichen.

Kennst du das Enneagramm, welches für 9 verschiedene Persönlichkeitstypen steht? Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus neigen Personen mit einem sehr ausgeprägten 3er und 8er Profil mehr zu toxischen Verhaltensweisen und auch zu Narzissmus. Studien konnte ich dazu allerdings nicht finden.

Wenn du dich jetzt fragst, ob dein (Ex-)Partner toxisch für dich ist, ist es ganz wichtig zu verstehen, dass das toxische Verhalten eines Partners nicht zwangsläufig die Schuld des anderen Partners ist. Jeder Mensch trägt seine persönliche Verantwortung für sein Verhalten, unabhängig von den Umständen. Wenn du in einer Beziehung bist, die von toxischem Verhalten geprägt ist, ist es entscheidend, für deine eigene Sicherheit und für dein Wohlbefinden zu sorgen und auch zu reflektieren, was dich weiterhin in dieser Beziehung hält (Warum machst du das mit?). In vielen Fällen kann professionelle Hilfe und Beratung dabei unterstützen, die zugrunde liegenden Probleme anzugehen und gesündere Verhaltensmuster zu entwickeln.

Auswirkungen von toxischen Beziehungen

Toxische Beziehungen können schwerwiegende Auswirkungen auf das emotionale, psychische und physische Wohlbefinden haben. Sie können das Selbstwertgefühl erniedrigen, zu Angst, Depression, Isolation und einem Gefühl der Hilflosigkeit führen. Es ist wichtig zu erkennen, dass es keine Schwäche ist sich Unterstützung zu suchen, um aus einer solchen Beziehung herauszukommen.

Grenzen setzen und sich selbst schützen

Um sich vor den schädlichen Auswirkungen einer toxischen Beziehung zu schützen, ist es entscheidend, klare Grenzen zu setzen. Wende dich an vertrauenswürdige Freunde, Familie oder professionelle Berater bzw. Coaches, um Unterstützung zu erhalten. Du hast das Recht, in einer Beziehung respektiert, geliebt und wertgeschätzt zu werden.

Den Ausstieg planen

Der Ausstieg aus einer toxischen Beziehung erfordert oft einen gut durchdachten Plan. Dies kann die Identifizierung von sicheren Unterkünften, die rechtliche Beratung oder den Kontakt zu Unterstützungsgruppen beinhalten. Es ist wichtig, sich auf die eigene Sicherheit und das Wohlbefinden zu konzentrieren.

Heilung nach einer toxischen Beziehung

Nach dem Verlassen einer toxischen Beziehung ist es notwendig, Zeit für Heilung einzuplanen. Such dir Unterstützung bei Fachleuten, Freunden und Familie, um die emotionalen Wunden zu heilen. Nutze diese Zeit, um dein Selbstwertgefühl wieder aufzubauen und deine innere Stärke zu finden. Dazu widme ich in Kürze einen weiteren Blog.

Prävention zukünftiger toxischer Beziehungen

Nach einer toxischen Beziehung ist es wichtig, Muster zu erkennen und bewusst darauf zu achten, keine ähnlichen Beziehungen einzugehen. Achte auf deine eigenen Bedürfnisse, entwickle ein starkes Selbstvertrauen und lass dir Zeit bei der Auswahl eines neuen Lebenspartner.

Fazit

Toxische Beziehungen können verheerende Auswirkungen haben, aber es ist möglich, aus ihnen herauszukommen und zu heilen. Das Erkennen von toxischen Mustern, das Setzen von klaren Grenzen und das Streben nach Unterstützung sind entscheidende Schritte auf dem Weg zur Gesundung. Denke daran, dass du es wert bist, in einer respektvollen, liebevollen und wertschätzenden Beziehung zu sein.

Wenn du dich in einer toxischen Beziehung befindest oder in einer solchen warst hol dir Unterstützung. Vereinbare sehr gern ein unverbindliches und kostenloses Gespräch mit mir und lass mich mit dir die nächsten Schritte besprechen.

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In Liebe,
deine Eva
(Post vom 18.09.2023)

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