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Was fehlende Selbstliebe mit ungesunden Partnerschaften zu tun hat

10 Dinge bei geringen Selbstwert
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Selbstliebe ist so ein großes Wort für etwas so vielschichtiges, etwas so tief geprägtes, etwas so essentielles. Darum steige ich in meinem Retreat und auch im Onlinekurs direkt zu Beginn sehr Tief in das Thema Selbstliebe ein, weil es für mich den Grundpfeiler für eine glückliche Partnerschaft darstellt.

Um dich näher an das Thema heranzuführen, habe ich erst einmal ein paar Fragen für dich. Analyisiere nicht lange, sondern versuche kurz mit ja oder nein zu antworten.

  • Bin ich stolz auf mich?
  • Kann ich mich nackt vor den Spiegel stellen und lächeln?
  • Fühle ich mich grundsätzlich wohl in meinem Körper und mit meinem Gewicht?
  • Kann ich in einem Meeting oder im Freundeskreis zugeben, wenn ich etwas nicht weiß?
  • Bin ich wertvoll für mein Umfeld / für die Welt?

  • Nehme ich jede Kritik sofort zu Herzen und analysiere sie für Stunden?
  • Vergleiche ich mich ständig mit anderen?
  • Fehlt mir Liebe und Anerkennung von meinem Umfeld?
  • Lasse ich andere lieber meine Entscheidungen treffen?
  • Habe ich in meinem Leben schon viel negatives mitgemacht, aber traue mich nicht darüber zu sprechen und es "loszulassen"?

Wie leicht fiel dir die Beantwortung?

Auflösung: Der erste Fragenpart wird bei einem optimalen Selbstwert eher mit "ja" beantwortet, der zweite Part eher mit einem "nein". Wo möchtest du beim Thema Selbstliebe nochmal genauer hinschauen?

Und wie kann das besser werden? Dazu erstmal ein kleiner Ausflug zurück in die Literatur meiner Bachelorarbeit zum Thema Selbstwert…

Was bedeutet Selbstwert?

Selbstwert beschreibt die persönliche Bewertung der eigenen Persönlichkeit und dem Wunsch nach einem “eigenen Wert” (Myers & Myers, 1992; Rosenberg & Rosenberg, 1978). Der allgemeine Selbstwert lässt sich nach Shavelson, Hubner & Stanton (1976) in 4 Bereiche untergliedern:

  • emotionaler Selbstwert (Zufriedenheit mit sich selbst)
  • leistungsbezogener Selbstwert (Wissen)
  • sozialer Selbstwert (Umgang mit Kritik sowie Sicherheit im Kontakt)
  • körperbezogener Selbstwert (Attraktivität und Sportlichkeit)

Familiäre Unterstützung, Anerkennung durch andere, Wettbewerb, Aussehen, Erfolg und ethische Wertorientierung sind ausschlaggebende Faktoren für einen steigenden oder fallenden Selbstwert (Crocker & Wolfe, 2001; Schuetz, 2003).

Ein hoher Selbstwert zeigt sich anhand einer generellen Anerkennung und Liebe des Selbst, Gesundheit, sozialer Integration, Wohlbefinden, Zuversicht sowie höherer Leistung (Brown et al., 2001; Leary, Tambor, Terdal & Downs, 1995; Weiss, Schneewind & Olson, 1995). Da ein zu hoher Selbstwert aber ebenfalls ungesund ist (Gefahr zu Narzissmus laut Schuetz, 2000) wird als optimaler Selbstwert ein hoher, aber sicherer Selbstwert angestrebt. Darunter versteht man einen realistischen Umgang mit eigenen Fehlern, bedingungsloser Selbstakzeptanz und der Annahme der eigenen Schwäche (Kernis, 2003; Brown et al., 2001; Ellis, 1997).

Was drückt den Selbstwert?

Ein geringer Selbstwert geht häufig einher mit erlebten Traumata oder Prägungen in der Kindheit, aber auch im Erwachsenenalter, z. B. wiederholende schmerzende Worte von Eltern, Geschwistern, Mitschülern, Kollegen; ständige Kritik oder Vergleiche mit anderen, fehlende Anerkennung, Gewalt ....

Dadurch bilden sich Glaubenssätze, wie ich bin nicht gut genug, ich bin nicht attraktiv genug, ich bin nicht wertvoll, ich bin nicht erfolgreich genug....

Was sind die Folgen eines niedrigen Selbstwerts?

  • Schlechtes Bild von sich selbst (Aussehen, Fitness, Intelligenz, ....)
  • Zurückziehen, klein machen, abschotten, Einsamkeit
  • Verkrampftes Streben nach Perfektionismus, Abwerten von Fehlern
  • Fehlende eigene Bedürfnisse und Grenzen
  • Depression, Burnout oder andere Krankheiten (häufig Nervensystem, Darm- oder Hautprobleme)
  • Abhängigkeiten in Beziehungen

Welche Auswirkungen hat ein geringer Selbstwert auf meine Beziehungen?

Mit geringem Selbstwert strahlst du weniger Attraktivität aus, fällst weniger auf und bist schneller in einer Abhängigkeit bzw. stellst den Partner über deine eigenen Bedürfnisse. Daher ist der erste Schritt zu einer glücklichen und gesunden Beziehung deinen Selbstwert zu stärken.

Damit wirst du nicht nur attraktiver sondern ziehst auch weniger toxische Partner an bzw. bist weniger bereit, dich auf toxische oder unausgewogene Beziehungen einzulassen. Du entwickelst ein Gespür dafür, welche Art von Beziehung du verdienst und was für dich gut ist.

Selbstliebe ermöglicht es dir, eine liebevolle und respektvolle Partnerschaft einzugehen, in der du authentisch sein kannst, dich gesehen fühlst und dich weiterentwickeln kannst.

Was kann ich tun bei geringem (noch nicht optimalen) Selbstwert?

Nachfolgend ein paar mögliche Übungen für dich zur Erhöhung des Selbstwerts. Bitte nicht alle gleichzeitig ausprobieren, sei achtsam mit dir ;-)

  1. Ressourcenglas - Welche Dinge tun dir gut, wo du dich bestärkt und glücklich fühlst? Was sind deine Lieblingssprüche oder Zitate? In welchen Momenten warst du richtig stolz auf dich? Schreibe diese auf kleine Zettel und packe sie in ein schönes Glas. In Momenten, wo du mal wieder an dir selbst zweifelst kannst du dir einen dieser Zettel ziehen
  2. Umarme dich selbst, schaukle dabei gern leicht von links nach rechts (ähnlich wie du es mit einem Baby in deinem Arm machen würdest)
  3. Affirmationen zu Selbstliebe (siehe auch extra Blog-Beitrag)
  4. Wünsche dir selbst einen "Guten Morgen" und eine "Gute Nacht"
  5. Bedanke dich am Abend für den Tag und (notiere dir) wofür du dankbar warst und vielleicht sogar ein bisschen stolz auf dich warst
  6. Finde heraus was deine Stärken sind, sprich worin bist du gut, wo generierst du Wert? Schätze diese mehr
  7. Was sind deine Schwächen? Welche Emotionen tauchen dabei auf? Du darfst dazu stehen und sie akzeptieren. F*ckUp - tausche dich mit anderen aus, was ihre peinlichsten Momente waren und lacht darüber - nobody is perfect! Überlege wie zudem du mit Fehlern umgehst. Vertuschen, schlechtes Gewissen, Krönchen richten und weiter?
  8. Schreibe ein Erfolgstagebuch (z. B. Das 6-Minuten-Tagebuch) Überlege dir Maßnahmen, die dir helfen deinen persönlichen Selbstwert zu erhöhen, z. B. 1x pro Woche nackt vor den Spiegel stellen, dich für deine Fehler zu loben oder Zeit für dich zu nehmen. Die Zahl steigerst du dann in regelmäßigen Abständen. Nutze Apps in denen du deine Erfolge und Ziele tracken kannst (z. B. Strides)
  9. Bedanke dich bei anderen bzw. lobe diese, wenn du happy mit deren Leistung / Feedback bist - das fühlt sich nicht nur selbst gut an, sondern erhöht auch die Chance, dass auch bald was zurückkommt :-). Nimm diese Komplimente dann auch an, sie sind ehrlich gemeint!
  10. Beschäftigte dich mit den Ursachen deines geringen Selbstwerts. Was hat dazu geführt? Wie hast du dich dabei gefühlt? Hier begleite ich dich sehr gerne als trauma-achtsamer Coach, z. B. in einem 1:1 Coaching

Ich wünsche dir ganz viel Erfolg bei diesen Übungen und bitte behalte dir immer im Hinterkopf, dass dein Selbstwert sich nicht von heute auf morgen erhöhen lässt. Hier sind deine Geduld als auch dein Mut gefragt.

Übrigens gibt es noch ein paar freie Plätze in meinem Retreat Mitte Mai - bist du dabei?

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In Liebe,
deine Eva

FAQ

  • Wie erhöhe ich meinen Selbstwert?
  • Was ist Selbstliebe?
  • Was ist der Selbstwert?
(Post vom 31.03.2025)

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